Presseberichte

Die Rheinische Post ermöglicht den Schülern der HH15A den Besuch des Verlagshauses

 

 

Am Freitag, den 08. April 2016 hat die Klasse HH15A des Walter-Eucken-Berufskollegs die Redaktion und Druckerei der Rheinischen Post in Düsseldorf-Heerdt besucht.

 

Das Unternehmen hat rund 5000 Mitarbeiter, wovon 600 in Düsseldorf arbeiten. Die RP gibt es seit nunmehr 70 Jahren.

 

Wir besichtigten zunächst die Druckerei, mit den riesigen, 18 Meter hohen und 64 Meter langen Druckmaschinen, die einen Gesamtwert von 140 Millionen Euro haben. Die Maschinen drucken in zwei Minuten eine Zeitung fertig, das ist rasend schnell. Die neueste Druckmaschine kann sogar in einem Vorgang die Vorder- und Rückseite drucken. Beeindruckend war auch das Papierlager. Dort transportieren acht Roboter im Wert von je 250.000 Euro die 1 Tonne schweren Papierrollen, auf denen 18 Kilometer Papier aufgerollt sind. Zwischendurch zischt Dampf aus Ventilen, damit die Luftfeuchtigkeit im Lager immer optimal ist.

 

Eine Rheinische Post kostet in der Herstellung 3,50 Euro, wird aber für nur 1,60 Euro am Kiosk verkauft. Das liegt daran, dass die Zeitung Werbeeinnahmen hat. Zum Beispiel kostet eine Seite Werbung 4C - also vierfarbig - 65.000 Euro.

 

Heute kann man die Rheinische Post mit mindestens 32 Seiten jeden Tag von Montag bis Samstag kaufen. Vor 70 Jahren, als die Familien Betz, Arnold und Wenderoth den Zeitungsverlag gründeten, erschien die Zeitung nur mittwochs und freitags und hatte lediglich vier Seiten. Die einzelnen Teile einer Zeitung nennt man Bücher, wovon die RP vier hat.

 

Die Rheinische Post ist heute längst zu einer Mediengruppe gewachsen. So gehören beispielsweise Unternehmen wie CenterTV, Radio 90,1 Mönchengladbach und die Saarbrücker Zeitung dazu.

 

Die RP hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Es reicht von Emmerich an der niederländischen Grenze entlang  bis nach Leverkusen und ins Bergische Land hinein. So ist es nicht verwunderlich, dass die Zeitung in 34 Lokalteilen regional berichtet.

 

Unser Blick in die Redaktion war etwas Besonderes, da Schüler dort nur selten hinein dürfen. Weil wir so früh dort waren, war es dort auch noch sehr ruhig. Ab mittags ist die Redaktion komplett und dann arbeiten die 50 Redakteure der Düsseldorfer Redaktion an den Artikeln. Wir erfuhren, dass drei Redakteure ständig damit beschäftigt sind, die Strömungen in den Netzwerken einzufangen und auszuwerten, um ganz dicht an den Themen zu sein, die die vor allem junge Menschen interessieren. Der durchschnittliche Rheinische Post Leser ist 56 Jahre alt.

Fünf eigene Auslandskorrespondenten tragen dazu bei, Informationen aus den wichtigsten Hauptstädten für die Zeitung aufzubereiten. Presseagenturen liefern Informationen von dort, wo die Korrespondenten nicht sein können.

 

Hannah Schmitz

Höhere Handelsschule in der Presse